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Glossar: Akne

Wie entsteht Akne?

Die mit der Pubertät beginnende Produktion von Geschlechtshormonen bewirkt eine Veränderung der Talgdrüsen.
Diese sind in der Wachstumsphase bei den meisten Jugendlichen besonders aktiv und sondern Fett und Talg im Übermaß ab. Gleichzeitig wird oft auch der Verhornungsprozess angeregt, sodass die vermehrt gebildeten Hornzellen, die nicht durch den natürlichen Regenerationsprozess der Haut abgestoßen werden, sondern im Ausführungsgang der Talgdrüsen stecken bleiben und zusammen mit dem Fett einen Pfropfen bilden – „den Mitesser“.

Dieser verstopft dann den Ausführungsgang. Siedeln sich zusätzlich Bakterien an, kommt es zu Entzündungen. Bei manchen Patienten kann die Akne auch Jahre nach der Pubertät noch andauern.

Akne-Behandlung

Es gibt heute einige Möglichkeiten, um Akne wirkungsvoll zu bekämpfen. Allerdings ist – abhängig vom Schweregrad – eine monatelange Behandlung notwendig.
Zunächst sollten Gesicht und betroffene Stellen an Brust und Rücken gründlich mit seifenfreien, pH-neutralen Mitteln gereinigt werden. Danach ist gegebenenfalls eine spezifische wirkstoffhaltige Emulsion auf die feuchte Haut aufzutragen, die nach einigen Minuten wieder abgewaschen wird.

Ein großer Teil der Akne-Erkrankungen sprechen bei konsequenter Behandlung auf eine rein lokale (topische) Behandlung mit den je nach Haut- und Erkrankungstyp abgestimmten Wirkstoffen an (nach vorheriger Aufklärung, dass sich das Hautbild in den ersten 6 bis 8 Wochen scheinbar verschlechtern kann, um erst dann deutlich besser zu werden).
Selbst schwerste Akneformen lassen sich mit der Einnahme von Medikamenten (Antibiotika, Hormone, Retinoide) behandeln. Auch den starken Narbenbildungen kann vorgebeugt werden.
Als zusätzliche Maßnahmen können Fruchtsäure-Peelings und je nach Akneform auch eine kosmetische Akne-Toilette sinnvoll sein.
Es gibt keine wissenschaftlich gesicherten Erkenntnisse, dass die Ernährung einen Einfluss auf die Akne besitzt.